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Hilfe! – Ich brauche Hilfe!

Hilfe - ich brauche Hilfe

Liebe Schwangere, liebe Mamas,

Hilfe – ich brauche Hilfe.
Ja, manchmal brauche ich diese. Und darf mir diese Suchen. Das ist stark, verantwortungsbewusst und mutig.

Gemeinschaft ist überlebenswichtig.

Ja, es war nie so gedacht, dass wir alles alleine rocken. Der Mensch war schon immer ein Herdentier. Das überleben war ungleich leichter in der Gemeinschaft. Ausgeschlossen zu werden bedeutete eine große Gefahr für diese Person. Alleine war der Mensch weniger geschützt, musste für sich selbst sorgen, Gefahren alleine bewältigen. Die Überlebenschance verminderte sich drastisch gegenüber dem Leben in der Gruppe. Zugehörigkeit ist ein wichtiges Grundbedürfnis von uns allen.

Doch irgendwie scheint es so, dass es vielen Menschen heute schwer fällt um Hilfe zu bitten. Gerade auch Frauen und Müttern.

Auf der anderen Seite wünschen gerade wir Mamas uns oft das vielzitierte Dorf zurück, die gegenseitige Unterstützung. Ganz besonders auch wenn wir Kinder kriegen. Wenn da plötzlich eine kleine Gemeinschaft entsteht in die wir sehr viel Energie und Zeit investieren. Je nach dem wie der Start, also die Geburt, verläuft und auch die ersten Wochen mit Baby, starten wir Mamas noch mehr oder weniger Stark und Selbstbewusst in diese Beziehung. Doch meist kommt irgendwann ein Punkt unendlicher Erschöpfung. Ein verzweifeltes Suchen nach dem Pause Knopf.

Pause is nich mehr! – Power. Mama.

Je mehr wir uns beweisen wollen, dass wir natürlich alles alleine schaffen desto schneller gelangen wir eventuell an diesen Punkt. Und je wackeliger die Basis ist, desto schneller fällt das Konstrukt zusammen. Die Basis für deine Kinder bist du, liebe Mama. Und deine Basis sind deine Kräfte, dein körperliches und seelisches Wohlbefinden. Und dieses gilt es von Beginn an im Blick zu halten. Darum finde ich:

Du darfst um Hilfe bitten. Nein mehr noch, du sollst um Hilfe bitten.
Gerade für dein Wochenbett, den Beginn, die Basis eures gemeinsamen Lebens. Ein Start an dem du verletzlich und zart sein wirst (darfst) wie nie zuvor in deinem Leben.

Darum geh los, finde raus was du brauchst und bitte um Hilfe.

Wow…

Vielleicht merkst du direkt Widerstand.

Auch mir ging es häufig so, es fiel mir unglaublich schwer um Hilfe zu bitten. Und ehrlich gesagt tue ich mich immer noch manchmal schwer damit.
Doch warum ist das eigentlich so, wo Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung doch so lebenswichtig sind?

Ich glaube hier spielen viele Glaubenssätze eine Rolle. Sätze wie:

„ich möchte niemandem zur Last fallen“
„ich habe Angst vor einem Nein, Zurückweisung.“
„ich bin keine Hilfe wert / ich muss alles alleine schaffen, so ist es eben.“
„ich will nicht schwach oder unselbständig dastehen.“
„ich will es mir beweisen, ich will alles alleine schaffen“
„ich bin Perfektionistin und denke andere machen es nicht zu meiner Zufriedenheit“
„wenn ich um Hilfe bitte gestehe ich ein dass ich es alleine nicht schaffe“
„ich will in niemands Schuld stehen“

Und so weiter.
Sicher fallen dir noch einige Argumente ein.

Zusammengefasst gehen wir bei solchen Gedanken aus nicht „gut genug“ zu sein, darum sind wir es nicht Wert, dass uns geholfen wird, oder wir sind nicht gut genug, weil wir Hilfe brauchen.

Das traurige an diesen Gedanken ist, das wir es uns damit so schwer machen. Wir uns so sehr einschränken.

Gerade auch der letzte von mir genannte Satz, nicht in jemandens Schuld stehen wollen, macht mich nachdenkich. Denn diese Einstellung zum annehmen und geben habe ich viel vorgelebt bekommen.

So habe ich gelernt: wenn mir jemand hilft muss ich das auch zurück geben.
Tragischerweise sind dann Geben UND Bekommen belastet. So oder so erlebe ich einen Mangelzustand.
Hilfe bedeutet dann Stress!
Gebe ich zu viel, zu wenig? Bekomme ich dafür etwas zurück. bekomme ich zu viel, zu wenig….. das kann ich ja nie zurückgeben, jetzt muss ich aber auch was geben….

PUH! STRESS!

Und gerade Stress ist es ja was wir im Wochenbett vermeiden wollen.

Dennoch: Hilfe zu empfangen war für mich lange Zeit schwer.
Glücklicherweise durfte ich diesbezüglich in meinem Leben immer wieder wundervolle Erfahrungen machen die mich umdenken liessen. So habe ich beispielsweise viele großzügige Menschen getroffen, die auf mich irgendwie glücklich und zufrieden wirkten und mich inspirierten. Freunde, Partner oder Menschen denen ich auf Reisen begegnete.
Eine Situation ist mir bis heute dazu in Erinnerung geblieben. Worte eines Studienkollegen, die mich damals sehr beeindruckten. Dieser Mensch unterstützte mich viel bei meiner Diplomarbeit und es passierte genau das oben beschriebene: ich fühlte mich in seiner Schuld. Es war mir unangenehm so viel Hilfe von ihm zu bekommen. Genau das sagte ich ihm dann, mit dem Zusatz: „Ich kann dir das niemals zurück geben“.

Und er so: Dann gibst du es jemand anderem und ich werde von anderen wieder bekommen. So ist es ein Kreislauf.

Ein Kreislauf – WOW dachte ich damals. Das hat mich so sehr entlastet, mich befreit und mich leicht fühlen lassen und wertvoll. Aufrichtig und ehrlich dankbar. Ohne Schuldgefühle. Frei. Glücklich über seine Hilfe.

Mal gibst du mal bekommst du. Und es muss nicht die gleiche Person sein der du gibst oder von der du empfängst.
Viel wichtiger finde ich ist es, dass wir von Herzen, also gerne geben. Dann macht geben so viel Freude und Spaß.

Kennst du das Gefühl, wenn du jemandem etwas schenkst das dir selbst so gut gefällt? Und wenn du dann das strahlende Gesicht dieser Person siehst?
Oder wenn du den Lieblingskuchen für dein Kind, deinen Partner oder Freunde backst und sie damit überraschst?

GEBEN UND EMPFANGEN IST EIN KREISLAUF.

Genau so soll auch das Mamadorf funktionieren.
Wenn du brauchst frage nach und nehme an.
Und wer Ressourcen frei hat, der gibt.
Punkt.
Ganz einfach.
So.

Wir sind NICHT dazu gemacht alles alleine zu rocken. Das war nie so gedacht!

Werde Teil der Gemeinschaft, komm in meine Facebookgruppe „Mamadorf“ oder folge mir auf Instagram.

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